Bonner evangelisches Institut für berufsorientierte Religionspädagogik (bibor)

Das „bibor“ soll die Zusammenhänge der Religions- und Berufsdidaktik erforschen und für die spezifische Situation an Berufskollegs entwickeln, in denen Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Bildungsabschlüssen sowie unterschiedlichen Migrations-, Kultur- und Religionshintergründen aufeinander treffen. Besonders soll die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen des Menschseins und menschlichen Handelns in beruflichen Kontexten für den Berufsschul-Religionsunterricht profiliert werden. Wissenschaftlich gilt es die Religions- und Berufspädagogik so aufeinander zu beziehen, dass junge Menschen mit einer ethischen Handlungskompetenz und Personalkompetenz in ihr Berufsleben starten können.

Das Bonner evangelische Institut für berufsorientierte Religionspädagogik (bibor) dient der Begleitung und Unterstützung des Berufsschulreligionsunterrichts (BRU) in Nordrhein-Westfalen. Es beruht auf einer Kooperationsvereinbarung der Universität Bonn mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung (MSW) und den Evangelischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen (Ev. Kirche im Rheinland, Ev. Kirche in Westfalen, Lippische Ev. Kirche). Mit der Entwicklung von grundlegenden fachdidaktischen Konzeptionen trägt das Institut indirekt auch zur Profilierung und Qualitätssicherung der anderen berufsübergreifenden Fächer im Rahmen der beruflichen Bildung bei.

Positionalität in Religion, Politik und Gesellschaft

Orientierung im Kontext religiöser Bildung

Fachtagung 19. - 20. März 2026

Welche Rolle spielen Positionierungsprozesse angesichts
gesellschaftlicher und politischer Herausforderungen der
Gegenwart?

Inwiefern bilden Positionierungsmöglichkeiten ein Privileg,
das hegemoniale Ordnungen und gesellschaftliche
Konventionen rekonstruiert?

Welche impliziten Erwartungen und normative Strukturen
gehen mit dem Anspruch auf Positionalität einher?

Welchen Beitrag kann, soll und will der Religionsunterricht in
diesem Spannungsfeld leisten?

Der Ruf, Position zu beziehen, erreicht uns im gesellschaftlichen Diskurs gegenwärtig auf allen Ebenen. Sich zu strittigen Themen zu positionieren, die nach Orientierung verlangen, gilt als bürgerliche, wenn nicht sogar als menschliche Verantwortung – sei es in Politik, Kirche, Verein oder Familie.
Dass vermeintlich klare ethische Überzeugungen zunehmend unter Druck geraten und Positionierung fordern, hängt nicht zuletzt mit den aktuell drängenden multiplen Krisen sowie den durch sie verursachten wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Folgen zusammen. Angesichts der Vielzahl und Vielfalt von Herausforderungen drängen insbesondere die Fragen nach Recht und Gerechtigkeit zur Positionierung.
Zugleich ist die skizzierte Kultur der Positionierung ein ambivalentes Phänomen: Einerseits eröffnet sie Räume für Orientierung und Engagement,
andererseits wird sie v. a. von radikalen Akteur*innen in Politik und Gesellschaft instrumentalisiert, um Polarisierungen zu verstärken und Handlungsdruck zu erzeugen – etwa in der Flüchtlingspolitik, dem Klimaschutz oder der Verteidigungspolitik.

Anmeldung und Zeitraum

Anmeldung bis 15.01.2026 per Mail an:
i.collin@uni-bonn.de
(Angabe von Name, Titel und Institution)

Fachtagung: 19. bis 20. März 2026:
Programm und weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer (unten)

Ort
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Evangelisch-Theologische Fakultät
Raum: Seminarraum 1 und 2
Rabinstr. 8
53111 Bonn

Tagungsleitung
Prof.'in Dr. Britta Baumert (Frankfurt a.M.)
Prof. Dr. Johannes Heger (Würzburg)
Prof.'in Dr. Caroline Teschmer (Bonn)
Prof. Dr. Christoph Wiesinger (Darmstadt)

Die Tagung richtet sich an Wissenschaftler*innen aller Karrierestufen, interessierte Studierende und Promovierende, Vertreter*innen der religionspädagogischen Praxis in Schule und Kirche sowie Funktionsträger*innen in Bildung und Kirche.

Flyer

Hier finden Sie den Flyer zur Fachtagung mit mehr Informationen und Programm: Flyer

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© Teschmer/Rüggemeiner

Digitale Vortragsreihe im Wintersemester 2025/2026

Organisation

Auf diesen Unterseiten finden Sie einen Überblick über die Struktur und Organisation des bibors.

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© Volker Lannert / Uni Bonn
  • KR Pfr. Dr. Sascha Flüchter (EKiR)
  • KR Prof. Rainer Timmer (EKvW)
  • MR´in Barbara Kättnis (MSW NRW)
  • MR Jakim Essen (MSW NRW)
  • RB´e Maaß (MSW NRW)
  • Prof. Dr. Hermut Löhr (Uni Bonn)
  • Prof. Dr. Christian Hillgruber  (Uni Bonn)
  • Beratende Mitglieder: Prof. Dr. Caroline Teschmer (Direktorin des bibor)
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© Volker Lannert / Uni Bonn
  • Prof. Dr. Reinhold Boschki, Universität Tübingen
  • Prof. Dr. Detlef Buschfeld, Direktor Universität Köln
  • LRSD´in Christiane Gerhards, BzReg. Düsseldorf
  • Prof. Dr. Hubert Ertl (Forschungsdirektor BIBB)
  • Dr. Axel Fuhrmann, Handwerkskammer Düsseldorf
  • Prof. Dr. Heike Lindner, Universität Köln
  • LRSD‘in Ursula Heine-Wissen, BzReg. Köln
  • Prof. Dr. Bert Roebben, Universität Bonn
  • Prof. Dr. Bernd Schröder, Universität Göttingen
  • Dozentin Christine Schuch, PI Villigst
  • StD Michael Suermann, VLBS
  • Prof. Dr. Friedrich Schweitzer, Universität Tübingen
  • Dr. Juliane Ta Van, Comenius-Institut Münster
  • Prof. Dr. Bülent Ucar, Universität Osnabrück
  • Dozentin Petra Wassill, PTI der EKiR (Wuppertal)
  • Prof. Dr. Reinhold Weiß, em. (BIBB)

Team

Leitung 

Avatar Teschmer

Prof. Dr. Caroline Teschmer

Institutsmitarbeiter*innen

Avatar Obermann

apl. Prof. Dr. Andreas Obermann

Avatar Rüweler

OStR'in Ute Rüweler

-

Avatar Gedikoglu

Justin Gedikoglu

-

Studentische Mitarbeitende

Avatar Gärtner

Marvin Gärtner B.A.

Kontakt

E-Mail: info@bibor.uni-bonn.de

Rabinstraße 8
53111 Bonn

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